Schützenfestwochenende 2020 in Allendorf


Grußwort unseres Königspaares

Was für ein Jahr....

 

dieses einmalige Jahr als Königspaar im eigenen Ort!

 

So würde es hier normalerweise stehen. Gefolgt davon, was dieses Jahr so unvergesslich schön gemacht hat.

 

Dass der Musikverein nach einem gelungenen und beeindruckenden Auftaktkonzert im Januar sein 100jähriges Jubiläum im Mai zwei Tage lang gebührend gefeiert hat. Dass das Kinderschützenfest ein Erfolg war, der Groß und Klein gleichermaßen Spaß gemacht hat.

 

Hier stünde, wie schön es war, die traditionellen Feste im Ort als Königspaar zu feiern. Dass wir in den Nachbarorten mit Hofstaat und Vorstand die Schützenfeste mitgefeiert haben. Vorstandsausflüge, Grillen in Beckum, Weinprobe, Vogelabnahme. 

 

Wir würden uns bei unserem tollen Hofstaat bedanken. Für den schönen Ausflug, die Treue und das Engagement.  Und beim Vorstand. Für die gute Unterstützung und Begleitung.

 

Und, wir würden uns voller Aufregung und Vorfreude auf das kommende Schützenfest vorbereiten, um mit Vollgas unser einzigartiges Jahr als König und Königin zu beenden.

 

Stattdessen steht hier: 

 

Was für ein Jahr..... 

 

gerade, als es im Frühjahr losgehen sollte, mit den Festen, Ausflügen und Partys, kam der LOCKDOWN! Und alles wurde abgesagt.

 

Was zunächst mit Ruhe und Entschleunigung, Zusammenhalt und Verbundenheit losging, kehrt sich langsam in Zweifel, Misstrauen und Angst.

 

Die Ungewissheit ist groß und die Folgen und Auswirkungen in jeglicher Hinsicht nicht kalkulierbar. Aber als es im März mit den Einschränkungen und allem was dazugehörte losging, sind wir so manches Mal durch den Ort, die Felder oder den eigenen Garten gelaufen und waren froh, im Sauerland, in Sundern, in Allendorf zu wohnen. Irgendwie hat das Leben hier (eine) Substanz, die sich nicht so leicht erschüttern und aus den Angeln heben lässt.  Unsere Region und unser Ort vermitteln ein Gefühl von Sicherheit und Verlässlichkeit und das hilft uns in dieser Zeit ungemein.

 

Diese Corona-Zeit macht die Bedeutung vieler Selbstverständlichkeiten bewusst und nach den ersten Lockerungen wurde einem klar, wie wichtig und gar nicht selbstverständlich ein Besuch von oder bei Freunden, Eltern oder Schwiegereltern ist; wie wunderbar ein Essen im Lieblingsrestaurant schmeckt und besonders ein frisch gezapftes Bier!

 

Und so wird es auch mit dem Schützenfest sein!

 

Das Fest der Feste wird uns und allen, wenn der 25. Juli erstmal gekommen ist, fehlen wie kaum etwas anderes. So gerne hätten wir es mit Euch, dem Hofstaat, dem Vorstand und allen Allendorfern von Samstag bis Montag, von spät bis früh, vom Hochamt bis zum neuen König gefeiert.

 

Aber eins ist klar:  Wenn alles möglich wäre, ist ein Schützenfest mit Mundschutz und 2m Abstand kein richtiges Schützenfest!  Aber wir können das Hochamt feiern, Fähnchen aufhängen und die Musik spielen hören. Wir können mit den Nachbarn, dem Stammtisch und Freunden anstoßen und uns ans letzte Jahr erinnern.

 

Wir genießen mit Euch dankbar in vollen Zügen das Wenige, was erlaubt ist,  und sind gerne ein weiteres Jahr König und Königin in Allendorf! Gut, dass das letzte Schützenfest so grandios war, nicht auszudenken, wie wild, verrückt und wunderbar es nächstes Jahr sein wird.

  

Euer Schützenkönigspaar

Tobias und Cordula (Grün ;-))


Grußwort des Schützenhauptmanns

Schützenfest im Herzen

 

Im März haben wir auf unserer Generalversammlung einstimmig für die Feier unseres Schützenfestes 2020 abgestimmt. An diesem geselligen Abend wurden noch Scherze über die Absage unseres Hochfestes gemacht und niemand konnte sich vorstellen, dass ein kleines Virus unser Dorf so tief im Herzen treffen könnte. Nach langem Warten und endgültigen Beschlüssen der Regierung folgte die klare Gewissheit, unser Schützenfest muss zum ersten Mal seit 1946 abgesagt werden. Die Gesundheit ist an diesen Tagen das Einzige was zählt, da waren wir uns sofort einig.

 

Auf so eine Situation waren wir aber nicht vorbereitet und ich hätte nie gedacht, dass ich in meiner Amtszeit vor so einer Herausforderung stehen könnte. In diesem Jahr muss also alles anders ablaufen als sonst. „Glaube, Sitte, Heimat“, das dürfen wir trotz Corona nicht vergessen und ich weiß, dass alle Allendorfer/innen und Gäste diesem Leitfaden folgen werden. Wir werden an unseren Traditionen und unserem Brauchtum festhalten und auch in diesem Jahr unseren Verstorbenen gedenken und unseren Jubilaren die gebührte Ehre erweisen. Und wenn ich an diesem Wochenende in meiner Uniform in kleiner Runde durch unser Dorf marschiere, bin ich mir sicher, dass ich auch in diesem Jahr eine Gänsehaut bekommen werde!  Die Gründe werden in diesem Jahr natürlich andere sein als sonst. Nicht der prachtvolle Festzug, den ich anführen darf oder die einmalige Stimmung in unserer Schützenhalle, die netten Gespräche mit Jung und Alt oder die Spannung beim Vogelschießen. In diesem Jahr wird mir unser Zusammenhalt eine Gänsehaut verpassen! Wenn ich an dem Wochenende die geschmückten Straßen sehe, wenn mich die Töne unseres Musikvereins wecken, wenn das Trömmelken geht und wenn ich bei den kleinen Feiern im Garten Eure Stimmen höre - dann wird mich das berauschende Gefühl von Schützenfest heimsuchen.

 

Ich wünsche allen Allendorfern/innen und Gästen, besonders unserem Königspaar und Geck, gesellige Stunden und einmalige Erlebnisse an unserem Schützenfestwochenende. Ich bin überzeugt, dass ihr alle sehr kreativ sein werdet. Wir werden dieses Fest zwar körperlich getrennt voneinander verbringen müssen, aber im Herzen werden wir vereint sein und im nächsten Jahr werden wir unser Fest noch stärker aufleben lassen und jeden Moment in vollen Zügen genießen.

 

Meine Vorfreude auf 2021 steigt.

 

Bis dahin bleibt uns treu und bleibt gesund.

 

Horrido

 

Holger Kellermann

-Hauptmann-